07.09.2004

Grandiose Katzenrettungsaktion:
ALBA, die Behörden und die Wasserwerke von MADRID

 

Ich möchte Euch allen mal erzählen, an welchem Projekt die ALBA zur Zeit hier in Madrid arbeitet. Sicherlich interessiert es Euch, denn Ihr helft der ALBA ja auch, weil sie sich vor Ort einsetzt, damit sich hier etwas verändert.

Seit drei Jahren gibt es einmal die Woche Demos vor den Madrider Wasserwerken. Anfangs hat die ALBA auch daran teilgenommen, bis wir gemerkt haben, dass wir damit nichts erreichen. Dort leben nämlich in dem grossen Parkgelände, das die Wasserdepots umgibt, viele meist wilde Katzen, die da irgendwann ausgesetzt worden sind und sich vermehrt haben. Sie werden schon seit Ewigkeiten von älteren Damen, die in der Umgebung leben, gefüttert, bis vor drei Jahren die Direktion der Wasserwerke beschloss, dass das alles unhygienisch sei und die Katzen weg müssten. Sie wurden dann auch regelmässig von den Tierfängern des städtischen Tierheims von Madrid eingefangen und vernichtet und den Damen wurde das Füttern verboten.

Nun sind vor ca. einem Monat José und Carolina, nach Absprache mit und Vermittlung durch die Madrider Regierung, mit der Direktion der Wasserwerke in Verbindung getreten und man hat sich folgendermassen geeinigt: um das Töten der Katzen zu beenden und den Demos ebenfalls ein Ende zu setzen, wird die Alba alle Katzen vom Gelände wegfangen, testen, impfen und kastrieren. Sie bleiben solange in den Installationen der Alba, bis wirklich alle von dort fort sind. José hat ganz schnell ein zwar improvisiertes, aber sehr schönes Katzenhaus für sie gebaut, in dem sie z.Zt. leben.

 

 


Das ALBA-Team

Das Katzenhaus

 

Ein kleiner Teil der "Bewohner"

 

Wenn alle Katzen vom Gelände des Wasserwerkes bei der Alba sind, stellen die Wasserwerke in einem anderen Teil ihres immensen Parks, wo die Katzen ungestört leben können, ein begrenztes Gebiet zur Verfügung, wo alle Katzen wieder ausgesetzt werden können. Einige Babies können wir übrigens zähmen und vermitteln. Noch steht nicht fest, ob sich die Wasserwerke oder die Madrider Regierung finanziell an diesem Projekt beteiligen werden (wir hoffen es aber, denn immerhin ist damit ein Präzedenzfall gesetzt worden: ein Tierschutzverein arbeitet nicht GEGEN, sonder MIT der Regierung und den Behörden).

Seit Wochen schlagen José, Mónica, Carolina und einige Helfer mehr sich die Nächte um die Ohren und bewachen die Lebendfallen, die sie aufgestellt haben. Die Damen, die die Katzen füttern, lassen sich schwer von unseren guten Absichten überzeugen und Katzen, die keinen Hunger haben, gehen nicht in die Falle....Manch' eine Nachtwache war vergebens...
Wir haben Anschläge mit den Fotos der weggefangenen Katzen gemacht und die Damen eingeladen, sie in unserem Tierheim zu besuchen...


Die "Falle"

All' dies nimmt viel Zeit und Nerven in Anspruch und leider sind wir nicht genug Leute. Aber es ist wichtig und es ist ein erster Schritt, der endlich getan werden musste....Ihr werdet sehen, dies' ist nur der Anfang!!!
Ihr werdet sehr stolz auf uns sein!!! Und wir sind froh, dass Ihr uns unterstützt!
Ohne die Hilfe aus Deutschland wäre dies alles nicht möglich.

Liebe Grüsse an Euch alle -

Jutta Grohall
ALBA Madrid

 

Wir haben`s JETZT GUT!!!!!

 
   


Blancanieves (..."wie, schon leer?")


Daisy (..."was geht denn hier ab?")


Don Gato (..."ich finde eine Lücke, verlasst Euch drauf")


Lady (..."komm mir bloss nicht zu nahe, ich kann MIKADO")


Minnie (..."Ich find´s hier PRIMA!!!!")


Sylvestre (..."ihr seid alle so lieb... -DANKE!!")

 


Bola (..." ich trau Dir [noch] nicht !")


Elisabeth (..."bin müde, lass mich in Ruhe")


Felix (..."von hier oben sieht alles sehr gut aus")


Piolin (..."PUH - ich hab´s wohl gerade noch geschafft!)


Piolina (..."na, wenn DAS mal gut geht")

 

Und zum "krönenden Abschluss" der gelungenen Katzenrettung.....

PIOLINA und PIOLIN am "Waschtag"...